Neuro Praxis Bern

Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose (abgekürzt MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark). Bei der Erkrankung spielt ein fehlgeleitetes körpereigenes Abwehrsystem (Autoimmunerkrankung) eine wichtige Rolle. Die häufigste Verlaufsform präsentiert sich in Krankheitsschüben, d.h. die Symptome treten zu Beginn oftmals nur vorübergehend während einiger Tage oder Wochen auf. Häufige Symptome sind Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen, Sehstörungen, Gangstörungen, Blasenentleerungsstörungen sowie eine rasche Erschöpfung (Fatigue). Für die Diagnosestellung sind eine neurologische Untersuchung, eine MR-Untersuchung von Gehirn und Rückenmark, ggf. visuell evozierte Potentiale sowie Blut- und Nervenwasseruntersuchungen wichtig. Therapeutisch unterscheidet man die vorübergehende Schubbehandlung von der längerfristigen Immuntherapie und den vielfältigen symptomatischen Therapiemöglichkeiten.

andere neuroimmunologische Krankheiten

Zu den neuroimmunologischen Krankheiten zählen primär infektiöse Erkrankungen des Nervensystems wie zum Beispiel Entzündungen der Hirnhäute (Meningitis), des Gehirns (Enzephalitis) oder des Rückenmarks (Myelitis). Das periphere Nervensystem kann auch betroffen sein, z.B. im Rahmen einer zeckenübertragenen Radikulitis. Daneben existiert eine Vielzahl von autoimmun-entzündlichen Erkrankungen bedingt durch ein fehlgeleitetes körpereigenes Abwehrsystem. Neben der MS können die Neuromyelitis Optica (NMO) sowie Autoimmun-Enzephalitiden das Gehirn resp. das Rückenmark betreffen. Bei der neuralgischen Schulteramyotrophie handelt es sich um eine immunologisch getriggerte Entzündung des Armnervengeflechts.